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Ein Lichtblick im Chablis

  • 23. März
  • 1 Min. Lesezeit

Chablis ist eine der berühmtesten Appellationen der Weinwelt. Traditionell eine Cool-Climate-Region, geprägt von Kimmeridge- und Portland-Kalk, mit einem Stil, der eigentlich klar ist: straffe Säure, salzige Mineralität, Zug und Präzision.

 

Doch durch den Klimawandel und zunehmend wärmere Jahrgänge ist genau das in den letzten Jahren vielerorts verloren gegangen. Chablis schmeckt nicht mehr wie Chablis. Die Weine wirken oft überreif, breit, belanglos und austauschbar. Die Säure, die einst das Rückgrat dieser Weine bildete, ist heute oft nur noch eine Erinnerung. Ganz allmählich – und durchaus zurecht – verschwindet die Appellation von den Weinkarten. Natürlich gibt es sie noch, die bekannten großen Namen. Doch ein großer Name ist kein Garant für große Weine – und mancher scheint sich allzu sehr auf seinen Ruf zu verlassen.

 

Umso erfrischender ist, was Caroline und Clément Lavallée auf die Flasche bringen: präzise Weine, die genau das liefern, was man in dieser Region erwarten darf. Klarheit, Spannung, eine feine, tragende Säure, kühle Frische – und diese Salzigkeit, die sofort zum nächsten Schluck animiert.

 

Das ist Chablis, wie es sein sollte.



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