Was wir gerade gerne trinken
- 16. Feb.
- 2 Min. Lesezeit
2024 Langhe Nebbiolo, Stefano Occhetti
Jan. Ein Wein, der mit seiner hedonistischen Frucht sofort einlädt und am Gaumen mit überraschender Seriösität und Präzision Lust auf den zweiten Schluck macht. Ein Wein, der zunächst vorgibt etwas Generisches zu sein: ein „einfacher“ Langhe Nebbiolo. Doch der Schein trügt, denn dieser Wein kann deutlich mehr.
Stefanos Reben sind bis zu 70 Jahre alt und wurzeln in steilen Hängen auf reinem Sand. Im Roero ist das typisch und prägt die Eleganz sowie den ehrlichen Ausdruck dieses Weines. Dass viele große Weingüter aus dem Barolo-Gebiet ihre Trauben für ihren Langhe Nebbiolo im Roero zukaufen, unterstreicht, dass hier besonders zugängliche, saftige und früh anzutrinkende Nebbiolos entstehen können.
Wie viel Eleganz in diesem Wein aus dem nassen Jahrgang 2024 steckt, zeigt eindrucksvoll, dass Stefano zu jenen Winzern gehört, die auch unter schwierigen Bedingungen außergewöhnliche Qualität ins Glas bringen.
Das schreiben die Jungs von Prädikatmemes:

2023 Bourgogne Chardonnay, Maison A&S
Mathias. Wer gerne weiße Burgunder trinkt, wird diesen Wein einfach lieben. In den letzten Wochen hatte ich ihn immer wieder im Glas – und jedes Mal fällt er aufs Neue auf.
Maison A&S ist ein Négociant: Die Trauben werden zugekauft. Alexandre Aires und Pierre-Alexandre Soltanan haben keine Familienweingärten, die sie übernehmen konnten, konnten sich aber seit der Gründung 2018 bereits zwei Parzellen sichern. Die Idee von Maison A&S ist klar: über den Tellerrand hinausblicken. Beide arbeiten hauptberuflich für zwei große Weingüter der Region – Pierre-Alexandre als Head of Viticulture bei Comtes Lafon, Alexandre als Kellermeister bei Thibault Liger-Belair. Dort sind die Vorgaben klar definiert, der Stil muss sitzen. Bei ihren eigenen Weinen hingegen können sie tun, was sie wollen – hier entsteht der Wein ein wenig mehr, als dass er gemacht wird. Und genau das schmeckt man.
Der Chardonnay spiegelt diese Freiheit perfekt wider: ein klarer Wein, der mit Präzision überzeugt. Kein Chichi, keine Spielerei – einfach purer Traubensaft voller Substanz. Frucht und Tiefe stehen im Vordergrund, Mostoxidation wird zugelassen, die spontane Gärung erfolgt in gebrauchten Lafon-Pièces. Ein Weißwein ganz nach meinem Geschmack: pur, klar und mit subtiler, anregender Frucht.



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