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Was Wir gerade gerne trinken Vol. V

  • vor 3 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

2023 Ried Kräutergarten Pinot Noir, Weingut Hartl


Mathias. Zugegeben bin ich bei diesem Wein bestimmt noch ein wenig voreingenommener als bei vielen anderen aus unserem Sortiment. Heinrich war 2023 mit mir gemeinsam bei der Lese im Burgund, und wir haben uns sehr intensiv über Pinot Noir ausgetauscht. Diese Woche brachte für uns beide viele Einblicke, und Heinrich kam mit einem vollen Rucksack an Ideen, Gedanken und Eindrücken zurück in seinen eigenen Keller.

 

Sofort wurden kleine Stellschrauben bei der Vinifikation angepasst – mit großer Wirkung. Als ich 2024 die Fässer mit Heinrich verkostet habe, meinte ich schon zu ihm, dass dieser Jahrgang eine neue Benchmark für österreichischen Pinot Noir setzen wird – und das zeigt sich jetzt auch in der Flasche.

 

2023 ist wirklich ein toller Jahrgang: fruchtig, nicht zu warm, mit guter Struktur. All das, was wir uns immer in den Weinen wünschen. Die Frucht ist betörend – nicht zu hellbeerig oder kitschig, sondern seriös und klar. Die Struktur ist da. Der Gerbstoff am Gaumen ist fein, aber spürbar. Keine österreichische Interpretation von Pinot als „Himbeerwasser“. Kräutergarten ist nicht seine Grand-Cru-Lage – und dennoch verdammt viel Wein.

Ein Preis-Leistungs-Killer sozusagen.


2023 Ried Kräutergarten

2024 Dolcetto d´Alba, Vaira Aurelj


Jan. Bei meinem letzten Piemont-Tasting ist mir neben Burlotto, Rinaldi, Canonica, Philine Isabell und Bartolo Mascarello vor allem dieser charmante Dolcetto von Vaira Aurelj im Gedächtnis geblieben.


Der Debütjahrgang dieses Weins verkörpert alles, was einen bezaubernden Dolcetto ausmacht: Typizität, Frische, Eleganz und Trinkfreude stehen hier im Mittelpunkt. Eine aromatische Vielfalt, die man mit unterschiedlichsten roten, saftigen Früchten assoziieren kann. Wie die ersten Sonnenstrahlen nach dem Winter umarmt dich dieser Dolcetto mit betörender, geradezu niederknieender Aromatik. Am Gaumen zeigt er sich schlicht, balanciert und geschmeidig, mit toller Frische und unverschämtem Trinkfluss. Nach wie vor wird Dolcetto belächelt und ist absolut underrated, dabei ist er in den meisten Fällen einfach so viel schöner zu trinken als Barbera.


2024 Dolcetto d´Alba

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