Was wir gerade gerne trinken
- 16. März
- 2 Min. Lesezeit
2023 Belemnites Savagnin & Chardonnay, Domaine Buronfosse
Mathias. Letzte Woche verbrachten wir einen Tag im Jura, Anfang März, bei herrlichen 15 Grad und Sonnenschein. Wir hatten das Vergnügen, Jean-Pascal zu treffen, der uns seinen aktuellen Jahrgang präsentierte. Es war ein Moment, der die Zeit zum Stehen brachte. Die Weine waren alle elektrisch und straff, ein wahrer Kraftort im Niergendwo.
Der Belemnites aus dem Jahrgang 2023 ist eine Cuvée aus gleichen Teilen Savagnin und Chardonnay. Die Trauben stammen von den Lagen rund um Combe de Rotalier, eine kleine Siedlung mit 10-15 Häusern nahe Rotalier im südlichen Jura. Die Weine aus dieser Region sind bekannt für ihre kühle und straffe Struktur. Der Savagnin bringt eine Aromatik von strahlender gelber Frucht und weißer Blüten mit, gepaart mit der mineralisch-kalkigen Struktur des Chardonnays.
Diese Cuvée verkörpert den Charakter von Buronfosse. Für mich ist sie fast schon ein Klassiker aus dem Jura. Immer sauber und präzise, mit einer typisch jura-ähnlichen Struktur und Aromatik, die durch viel Druck und Frische besticht.

2022 Ramosa Ripa, Maison Raday
Jan. Dass die Maison Raday von Valentin Tribaut nach wie vor unter dem Radar fliegt, ist eigentlich ein Rätsel. Während sich international die besten Sommeliers um die rund 1.500 jährlich produzierten Flaschen des Ramosa Ripa beinnahe zerfleischen, haben es in Österreich noch längst nicht alle mitbekommen, dass Valentin ganz nebenbei eines der spannendsten Négociant-Projekte der Champagne aufgebaut hat.
Die Trauben für diesen sprudelnden Zaubertrank stammen aus der Parzelle „Les Crayères du Levant“, bewirtschaftet von Valentins Cousin Aurélien Lurquin. Maison Raday versteht sich dabei als Hommage an besondere Weinberge, ihr einzigartiges Terroir und vor allem an die Winzer, die sie bewirtschaften – weshalb ihre Namen konsequent auf den Etiketten angeführt werden.
Die Herstellung lässt sich im Grunde einfach erklären: keinerlei Eingriffe, zwei Jahre im Fass auf der Hefe und anschließend nochmals zwei Jahre unter Kork für die zweite Gärung, keine Dosage.
Das Ergebnis ist einer der pursten und zugleich komplexesten Winzerchampagner, die ich in letzter Zeit im Glas hatte. Am Gaumen straff und zitrisch, umhüllt von einer ausgewogenen, reichhaltigen Struktur, großer Eleganz und einer ultrafeiner Perlage. Ein Champagner mit beeindruckender Präzision, Tiefe und Charakter.




