Was wir gerade gerne trinken
- 3. März
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 6 Tagen
2022 Weißburgunder, Rabusella
Jan. Der Frühling klopft an die Tür und mit den ersten Sonnenstrahlen hat man wieder richtig Gusto auf was Geiles im Glas. Kein belangloses Gesöff, sondern ein Wein, der mit ordentlich Trinkfluss und Zug ballert, bei dem du nicht fragst: „Noch ein Glas?“, sondern eher: „Wer holt die nächste Flasche?“
Genau diese Main Character Energie hat Lukas’ Weißburgunder. Schon mit seiner Aromatik zieht er dich voll in den Bann und macht direkt Bock auf den ersten Schluck. Am Gaumen dann mit gewissem Zwist. Denn auf der einen Seite mit seriöser Struktur, Tiefe und Präzision und auf der anderen mit tänzelnder Leichtigkeit bei 11,5 % Vol., animierende Säure und einer Saftigkeit, die die Speichelproduktion anregt. Ein sommerliches Spaßgetränk und zugleich ein anspruchsvoller Terroirwein.
Der Wein ist wie Lukas selbst: authentisch, herzerwärmend und einfach ehrlich. Die Passion und das Fingerspitzengefühl fürs Weinmachen scheinen tief im Familienstammbaum der Familie Tscheppe verwurzelt zu sein. Lukas reiht sich, langsam, aber sicher, neben seinen Verwandten in die oberste Riege der steirischen Weinbauern ein.

2023 Pommard Les Deux Terroirs, Maxime Dubuet-Boillot
Mathias. Zugegeben, keiner würde sich auf eine Bühne stellen und Pommard als seine liebste Village nennen. Vielleicht ist dieser Zugang auch ein wenig überspitzt, aber jeder der Burgunder liebt, weiß, wovon ich schreibe.
Es ist auch nicht meine präferierte Appellation, aber ich ertappe mich immer wieder dabei, großen Gefallen an Weinen aus dieser kleinen Gemeinde in der Côte de Beaune zu finden. Ich habe definitiv einen Sweet Spot für Pommard.
Pommard steht für mich für Hedonismus mit der typischen süßen, einladenden, umarmenden, roten Frucht. Versteht mich nicht falsch: Es ist die Frucht, die Süße zeigt, nicht per se das Holz.
Maximes Stil ist immer etwas härter, etwas kantiger durch den Rappenanteil und intensiver Extraktion. Ein sehr ursprünglicher Stil, wie ich mir diesen in den 1970ern vorstellen würde.
Wie der Name schon verrät, handelt es sich bei diesem Wein um eine Cuvée aus zwei Lagen in Pommard. Eine Cuvée, die die Lagenunterschiede von Pommard ausgleicht und Frische mit Kraft vereint.



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